| People | Kolumne ► Tanja Schlosser
- Uwe Laurisch

- 27. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
just ride 01 | 2026 | People

Wenn es draußen kalt und matschig ist, scheint die Biketime in weiter Ferne. Auch drei Wochen im verregneten Spanien konnten da nur bedingt helfen. Offene Strecken sind im deutschen Winter rar.
Dafür gibt es eine Möglichkeit, um nicht komplett einzurosten: Skijöring.
Benzin, Schnee und Adrenalin
Das Prinzip ist simpel, aber spektakulär: Auf einem präparierten Schnee- oder Eisoval wird der Skifahrer vom Motorrad gezogen. Spikes sind nicht erlaubt. Deshalb benötigt man einen weichen Reifen, um möglichst viel Grip auf dem glatten Untergrund zu finden. Den Kurvenspeed kann man nur mithilfe des Skifahrers erreichen. Denn dieser muss das Motorrad, besonders das Hinterrad, nach innen ziehen. Und das ist gar nicht so leicht wie es aussieht. Nur mit dem perfekten Zusammenspiel zwischen Motorrad- und Skifahrer kommt man schnell und sturzfrei ins Ziel.

Kurz, aber intensiv
Zumeist werden drei bis fünf Runden gefahren. Eine knappe Angelegenheit, die keine Fehler verzeiht. Dieses Format ist für Zuschauer ideal: kurzweilig, actiongeladen und leicht zu verfolgen. Mit drei Vorläufen und den Finalläufen kommt man als Fahrer auch ordentlich auf seine Kosten. Wir fahren zumeist in der MX2- und Open-Klasse, wodurch der Tag auf keinen Fall langweilig wird.
Ein Highlight im Kalender ist das Holzknecht-Skijöring in Gosau.
Die Kulisse allein ist schon atemberaubend, doch das Event wird dank der Zusammenarbeit mit Red Bull zum echten Spektakel. Hubschrauber und Fallschirmspringer liefern neben dem von zwei Top-Sprechern begleiteten Event eine großartige Show für Groß und Klein.
Skijöring ist für mich nicht nur eine spaßige Nebenbeschäftigung. Die richtige Dosierung vom Gas und das kontrollierte Rutschen beider Räder erfordert viel Feingefühl. Außerdem muss man bei über 1.000 Zuschauern und vielen Fans einen kühlen Kopf bewahren, was eine perfekte Vorbereitung für die Saison ist.

Wenn es gerade um die Vorbereitung geht, hat sich in den letzten Wochen abseits der Strecke einiges getan. Da ich bis Ende März meine Bachelorarbeit über das Fügen von additiv gefertigten Kunststoffen schreibe, sitze ich bis dahin weder auf dem Bike, noch komme ich viel zum Planen. Trotzdem sind die wichtigsten Dinge geklärt und ich freue mich dieses Jahr von Werthmann Racing by Mefo auf und neben der Strecke unterstützt zu werden.
Da ich letztes Jahr zufrieden mit meinem Bike war und ehrlich gesagt auch keine Zeit habe, etwas Neues zu testen und einzustellen, bleibe ich meiner Triumph TF 250-X treu. Wenn ich meinen Bachelor abgeschlossen habe, kann ich im April hoffentlich noch ein MX-Bootcamp einbauen, um fit für den ersten DM-Lauf zu sein.
Bis dahin heißt es: dranbleiben.
Eure Tanja
PS: Wenn meine Klamotten für dieses Jahr fertig sind, erfahrt ihr in der nächsten Ausgabe, mit wem ich dieses Jahr noch zusammenarbeiten darf. Ich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf die neue Saison mit tollen Leuten an meiner Seite.












