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| PEOPLE | Eispeedway ► Franky Zorn

  • Autorenbild: Uwe Laurisch
    Uwe Laurisch
  • 27. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

just ride 02 | 2026 | People |


Dann fahre ich für ein anderes Land


Bahnsport-aktuell-Mitarbeiter Thomas Schiffner sprach unmittelbar nach seinem Sieg bei der WM-Qualifikation in Örnsköldsvik mit dem dreifachen Eis speedway-Europameister und zweifachen Vizeweltmeister Franky Zorn.


BSA: Glückwunsch zum Tagessieg und zur Qualifikation für den Eisspeedway Grand Prix 2026. Wie groß ist deine Erleichterung?

Franky Zorn: Es sah von außen leicht aus. Aber es war sehr harte Arbeit und ich bin sehr stolz, dass es so gut funktioniert hat. Ich hatte ja letztes Jahr in Ströms und den Sturz mit einer Fußverletzung, wo die Spikes drei, vier tiefe Löcher in meine Ferse gebohrt haben und die Wunden einfach nicht zuheilen wollten. Das war schon bedenklich, ich wusste nicht, wie es weiter geht. In Inzell dann noch der Crash, bei dem mein Motorrad komplett zerstört wurde und ich mir eine Rippe gebrochen habe. Ich bin dann mit dem Ersatzbike noch in Heerenveen gefahren. Die Fans, die Sponsoren wollen dich sehen, der Veranstalter braucht dich, alle wollen dich sehen. Ich bin mit allen möglichen Verletzungen schon gefahren, aber mit einer gebrochenen Rippe … unmöglich!

BSA: Wann hast du dich eigentlich entschieden, nach den Verletzungen im letzten Jahr, doch noch eine Saison dranzuhängen?

Franky Zorn: Ich bin ja im Sommer mit meinem Zweitakt-Motorrad unterwegs, ich habe an meiner 500er Straßen-Rennmaschine weitergebaut und im September musste ich mich dann entscheiden, was mache ich. Die Eissaison stand vor der Tür. Ich musste ein vollständig neues Bike bauen, das von Inzell war nicht mehr zu gebrauchen. Es war schnell fertig, ich habe auch ein paar Änderungen vorgenommen und da habe ich mich entschlossen, ich gehe nach Schweden und probiere es noch einmal. Und nun stehe ich hier. Der Sport ist so kurzlebig. Du bist verletzt und keiner schaut nach dir, keiner interessiert sich mehr. Dann kommst du zurück und der alte Zustand ist wiederhergestellt. Im Sport hast du Glück und Pech. Einmal geht es gut und einmal nicht.

BSA: Vor dem Grand-Prix-Start kommt ja noch die Europameisterschaft in Varkaus. Drei Europa Meistertitel hast du schon.

Franky Zorn: Ich bin bei der Europameisterschaft nicht dabei. Das Speedway-Gremium unseres Verban des AMF hat mich nicht nominiert. Das sind fünf Leute, welche die Einteilungen vornehmen. Diese Leute wissen nicht, welchen Sport wir betreiben, sie kennen Eisspeedway nicht, sie wissen auch nicht, wer fährt. Und auch nicht, wie viel Arbeit da drinsteckt. Sie haben gesagt, wir haben vier österreichische Fahrer. Dann fahren zwei bei der WM-Qualifikation und zwei bei der Europameisterschaft (Harald Simon, Josef Kreuzberger, Anm. der Red.). Beim Lizenzantrag der AMF hast du zwei Optionen, die du ankreuzen kannst. Amateur oder Profi, ich habe Profi angekreuzt. Sie hindern mich eigentlich an meinem Job. Ich mache Eisspeedway, aber nicht nur Eisspeedway, ich mache viele Projekte. Ich bin selbstständig, ich muss davon leben. Und dann sagen die: Du kannst nicht fahren. Ich müsste jetzt einmal scharf nachdenken, ob ich die Lizenzfreigabe für 142 Euro Gebühr beantrage und ob ich nächstes Jahr nicht für ein anderes Land starte. Denkt zurück, was mit Luca Bauer war. Er hat das richtig gemacht. Er fährt für Italien. Er hat damals gesehen, hier gibt es nur Streitereien, da kann er nichts gewinnen. Genau das ist richtig.


BSA: Neben dem GP und der EM gibt es aber dieses Jahr, nach sechs Jahren, auch wieder das Ice Speedway of Nations, die Team-WM. Wie sieht es damit aus?

Franky Zorn: (Lacht). Ja, wer für Österreich fährt, entscheidet wieder das Gremium. Wer für das Team antritt, werden wir noch entscheiden, haben sie mir geschrieben. Nein, für dieses Jahr ist es klar. Grundsätzlich finde ich das mit der Team-WM in Heerenveen nicht schlecht. Es ist ein anderes Prädikat und Heerenveen hatte sonntags wenig Zuschauer. Die bekommen jetzt wieder mehr Zuschauer. Aber jetzt freue ich mich erst einmal auf Inzell. Das ist wie ein Heimrennen für mich.

Foto:Thomas Schiffner

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